Hub Pages: die Basis für beste Webseiten

Hub Pages: so begeisterst du deine Leser
Hub Pages: so begeisterst du deine Leser

Im Artikel „Schleichender Tod bei Affiliate-Seiten“ sprach ich kurz die Hub Pages an. Diesem Beitrag möchte ich im Detail auf diese Form der Unterseiten eingehen. Die Vorteile fürs Ranking und für die Leser erklären und zeigen wie es mit WordPress ganz einfach umsetzbar ist.

Ich erkläre dir in diesem Beitrag den Einsatz von Hub Pages. Durch diese Seiten hebst du die Qualität von Webseiten auf ein neues Niveau. Du beugst dem Panda-Update vor und kannst gleichzeitig sogar noch Geld verdienen. Ja, Geld verdienen. Dazu komme ich im Verlauf des Artikels – lass dich überraschen.

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Technische Voraussetzungen

Um mein Vorgehen identisch nachbauen zu können brauchst du:

Beim WordPress Theme bist du flexibel. Das Plugin ist mit jedem Theme kompatibel. Ich finde es wichtig, bei Shortcodes immer auf ein Plugin zu setzen und nicht aufs Theme. Ein Design ist schnell mal gewechselt und wenn die Shortcodes direkt vom Design stammen, werden diese nicht übernommen und der Content der gesamten Webseite ist dahin.

Grundlagen zu Hub Pages

„Die Hub Page ist die Startseite zu einem Thema innerhalb eines Projektes“. So einfach definiere ich für mich eine Hub Page.

Ich schreibe ja gerne anhand echter Beispiele. Daher möchte ich auch jetzt wieder den Fahrrad Blog als Beispiel anbringen. Kürzlich bin ich dazu übergangen auch besondere Fahrräder zu testen. Liegeräder, Trikes, Velomobile und Fatbikes.

Damit meine Artikel zu diesen Themen auch von Besuchern im Projekt gut gefunden werden können, reicht eigentlich eine normale Kategorie oder ein Schlagwort (also Taxonomien). Optisch sind Taxonomien in WordPress aber nun wirklich kein Hit. Technisch haben sie auch Schwächen. Ohne weitere Modifikationen lassen sich beispielsweise keine Inhalte ordentlich formatieren. Bilder? Reden wir nicht drüber.

Ich sortiere meine Beiträge dennoch in Kategorien und Tags, aber verwende sie nur zur Zuordnung auf Hub Pages. Bevor ein Artikel nun wirklich geschrieben wird, mache ich mir Gedanken über die benötigten Themenseiten (Hub Pages). Anfangs existiert noch keine und deshalb erscheint der Aufwand vielleicht enorm. Es lohnt sich.

An eine Hub Page stelle ich folgende Anforderungen:

  • muss über ein Thema aufklären / informieren
  • die Navigation für Leser vereinfachen
  • ein Single-Keyword abdecken

Jede Hub Page die diese Anforderungen erfüllt, sorgt für die nachfolgenden Resultate:

  • sehr gute Nutzersignale im Projekt
  • steigende Rankings in Google & Co.
  • mehr Traffic über Suchmaschinen
  • organische Links aus Foren, Newsportalen etc.
  • bessere Rankings bei untergeordneten Themen
  • steigende Einnahmen

Jetzt klingt der Aufwand, der hinter der Erstellung von Hub Pages steht doch schon viel logischer oder? Wer sich für ein Modell mit Hub Pages entscheidet, wendet sich auch eindeutig von den klassischen Nischenseiten-Modellen ab, die heute häufig nur noch aus dem Import von Produktdaten bestehen.

Einrichtung einer Hub Page

Jetzt kommen wir zur Praxis in diesem Artikel. Die Erstellung und Einrichtung einer Hub Page, wie ich sie sinnvoll finde.

Du erstellst in WordPress eine neue Seite. Bestenfalls eine Seite ohne Sidebar, damit die komplette Breite genutzt werden kann. Ich zeige euch das am Beispiel der Liegeräder.

Inhalte der Hub Page

Bild und Einleitung

Ich finde es wichtig, dem Leser bei Ankunft auf der Seite optisch relevant zu begrüßen. Ihm also ein schönes Bild zu zeigen. Wenn möglich, ist es auch gleich ein Bild was ich selbst erstellt habe. Das Bild geht über die volle Breite.

Nach dem Bild folgt eine fettgedruckte, kurze Einleitung. Die Einleitung soll auch einen Überblick über die Inhalte dieser Seite geben. Wie gesagt, ist eine Hub Page als eigenständige Startseite zu einem Themenbereich zu verstehen. Jetzt jedoch muss Inhalt folgen, mit dem Leser etwas machen können. Ansonsten rutschen die wichtigen Inhalte zu weit nach unten. Besonders natürlich auf mobilen Endgeräten.

Box für interne Links zu Themen

Bauen wir also eine Box ein, in der alle Blogbeiträge zum Thema Liegerad / Trikes einsortiert werden.

Geh in den Editor deiner zu erstellenden Seite und öffne die Übersicht der Shortcodes. Dort findest du den Shortcode für die Posts.

su-posts

Wähle ihn aus. Dann hast du eine Übersicht mit Einstellungen. Hier kommt es vor allem auf die folgenden markierten Einstellungen an.

Einstellungen für den Post-List Shortcode
Einstellungen für den Post-List Shortcode

Mit diesen Einstellungen erstelle ich eine normale Aufzählungsliste aller Beiträge, die ich mit dem Schlagwort „Liegerad“ markiert habe. Die Liste ist theoretisch unendlich lang. Es gibt noch mehr Einstellungen die du machen kannst. Etwa nur Beiträge eines bestimmten Autors, oder Beiträge aus mehreren Schlagworten.

Wie folgt sieht der Shortcode aus, der bei mir auf der Liegerad-Seite die rote Box mit den Artikeln erzeugt.

Shortcode für eine Box mit Liste
Shortcode für eine Box mit Liste

Über einen weiteren Shortcode erstelle ich diverse Bereiche einer Hub Page immer zweispaltig. Auf dem Desktop müssen die Leser dann keine zu langen Zeilen verfolgen und auf dem Smartphone kann ich durch die mobile Ansicht geringfügig beeinflussen welche Inhalte weiter oben stehen sollen.

Hersteller / Marken

Hersteller und Marken finden auch Platz auf einer Hub Page. Je nach Thema sind diese sogar wichtig, weil Leser sich auch dazu einen Überblick verschaffen wollen. Bei der Liegerad-Seite fehlt die Box noch. Deshalb schwenken wir jetzt zu Velomobilen. Dort findest du eine Box in der ich Anbieter dieser Fahrzeuge aufliste.

Eine klassische Herstellerbox
Eine klassische Herstellerbox

Die Herstellerbox sorgt bei meinen Rankings zu mehr Kombinationen. Die Seite rankt zum Hauptbegriff „Velomobil“ und außerdem zu div. Kombinationen mit Herstellern. Sobald ich die Zeit finde, wird für jeden Hersteller auch eine eigene Unterseite (Hub Page) erstellt. Diese wird aus der Box heraus dann verlinkt und profitiert gleich von der Stärke des Eltern-Hubs.

Zwar habe ich jetzt im Beispiel keine verlinkt, aber es gibt bereits Marken-Hubs. Bei mir haben diese den Namen „Markenwelt“, da ich die Markenwelten an Unternehmen zur Jahresmiete verteile. Ich verdiene also hier über Direktvermarktung zusätzliches Geld parallel zu eventuellen Provisionen. Wenn du magst, kannst du hier Details lesen.

Sehen wir uns die Markenwelt von Qeridoo an.

Mein Prinzip setzt sich fort. Ein großes Bild und anschließend einleitende Worte. Dann wechselt es auf ein mehrspaltiges Layout. Ich blende das Logo vom Unternehmen ein. Liste die Vorteile der Produkte dieser Marke auf und zeige links die aktuellen Produkte. Beim Klick auf solch ein Produkt geht es direkt zu Amazon.

Mit dieser Hub Page kann ich also auf zwei Wegen direkt Geld verdienen. Über die Provisionen durch die Klicks auf die Modelle, sowie über den Jahresbeitrag des Unternehmens für die Markenwelt. Zugleich verlinke ich auch die vorhandenen Testberichte, wodurch weitere Provisionen verdient werden.

Die Kommentarfelder lasse ich bei Markenwelten offen, weil dort Leser ihre Erfahrungen mitteilen können. Hierdurch wächst der Content über die Monate und Jahre an und die Rankings werden immer und immer besser.

Alle Artikel die ich zur Marke Qeridoo schreibe bekommen das Schlagwort Qeridoo. Dadurch kann ich sie wieder vollautomatisiert auf der Markenwelt in der Box integrieren und habe keinen manuellen Aufwand.

Fazit

Ich baue Hub Pages, damit meine interne Verlinkung strukturiert funktioniert. Ich baue sie auch, weil ich damit den Lesern eine informative Einstiegsseite anbiete. Herstellerseiten liefern mir Einnahmen. Dadurch diese optisch ansprechend aussehen, häuft sich das Interesse weiterer Hersteller auf Dauer selbst und ich kann immer mehr Geld verdienen. Gleichzeitig wollen Hersteller natürlich auch Themen von ihren Produkten finden. Also stellen sie mir im Umkehrschluss Testprodukte bereit. Der Kreis schließt sich langsam.

Aus meinen Artikeln verlinke ich stets zurück auf die Hub Page. Ich baue Hub Pages intern in die Navigation oder den Footer, damit sie auch für Google eine hohe Priorität haben. Denn machen wir uns nichts vor: so gerne wir auch alles für den Leser tun, so wichtig ist Google dennoch als Kanal.

Fragen? Ab in die Kommentare. Ich freue mich auf einen regen Austausch und hoffe, ich konnte dir meine Sicht der Dinge wieder ein Stück besser erklären.

11 Kommentare zu Hub Pages: die Basis für beste Webseiten

  1. Super Artikel. Danke dafür. Ich habe mich auch immer geärgert, dass ich mit den normalen Kategorie- und Schlagwortseiten eigentlich nicht viel machen kann. Was machst Du denn mit diesen Seiten? Lässt Du Kategorien und Schlagwörter trotzdem indexieren?

    Zwar nicht direkt zum Thema, aber wie laufen solche Direktvermarktungen bei Dir ab (Kannst ja auch mal nen Artikel drüber schreiben 🙂 bzgl intelligente Monetarisierung) ? Z.B. für so eine Markenwelt? Gehst Du aktiv auf die Firmen zu per Email oder Telefon? Wird das für diesen Preis gut angenommen oder interessiert das die meisten Hersteller nicht weil die eventuell noch nicht ihren Mehrwert darin sehen?

    Gruß Julian

    • Hi Julian,

      im Index haben die Kategorien nichts mehr zu suchen, allerdings lasse ich sie auf „noindex, follow“ damit Crawler die Links in den Kategorien noch beachten und somit besser an die Beiträge kommen. Alternativ könnten die Kategorie-URLs auch einfach per 301 Redirect auf den passenden Hub geführt werden. Hier habe ich für mich noch keine konstante Lösung festgelegt.

      Zum Thema „Vertrieb und Direktvermarktung“ kommt ein eigener Artikel – bzw. mehrere Artikel. Darum wird es u.a. auch im E-Book gehen.

  2. Danke für den Artikel. Mir stellt sich dennoch nicht richtig klar, weshalb sich für Hub-Pages nicht auch Kategorien eignen, sofern man diese richtig anpasst. Neueste WP-Versionen unterstützen ja auch den bequemen Bilder-Import, sodass man die Seiten recht simpel wie normalen Seiten und Beiträge gestalten kann – oder habe ich einen Denkfehler?

    • Hallo Daniel,

      das geht grundsätzlich auch. Viele Themes zeigen den Kategorietext aber gar nicht erst an.

      Bei den Thrive Themes gibts noch eine Besonderheit: Eine Kategorie kann direkt auf eine Seite weitergeleitet werden. Ich habe das hier näher beschrieben: http://sven.meyer.works/2016/03/nsc16-02-nische-gefunden/ (statt Hub Page nenne ich es dort Cornerstone Content).
      Der Vorteil ist, dass Beiträge gar nicht mehr auf die klassische WordPress-Kategorie verlinken, sondern direkt auf die Hub Page.
      Auf sven.meyer.works habe ich auch für alle Kategorien einzelne Seiten angelegt, um es nach und nach auszubauen 🙂

      Viele Grüße
      Sven

    • @Daniel Schulz, diese Frage habe ich mir auch gestellt.

      Mir war der Begriff „hub page“ bislang unbekannt. Aber im Grunde sind meine Kategorien „hub pages“.

      1) „category“ slug aus der URL entfernen
      2) Text, Bilder und interne Links auf der Kategorie-Seite hinzufügen
      3) /%category%/%postname%/ nutzen

      Besonders bei 3) sehe ich hier einen Vorteil. Eure „hub pages“ werden „nur“ verlinkt. Bei mir sind die Kategorien und somit hub pages in der URL Struktur verbaut.

      Daher stell ich nochmal die Frage, ist es nicht sinnvoller Kategorien als hub pages zu verwenden?

      Themes, welche die Kategorie Beschreibung nicht anzeigen, kann man ja durch ein Snippet nachrüsten.

      • Hallo Alexander,

        wenn du die URLs der Kategorien einfach via 301 Redirect den Hub Pages zuordnest, ist der Nachteil der internen Verlinkung bereits eliminiert. Ich finde statische Seiten angenehmer, da sich auf diesen auch sauber kommentieren lässt. Gerade um „Erfahrungen“ anderer Nutzer zu sammeln, ist ein Kommentarfeld sinnvoll. Siehe zum Beispiel hier: https://www.fahrradblog.de/fahrradsimulator/

        Ansonsten, klar, man kann Kategorien ebenso zu Hub Pages umbauen. 🙂

        • Ist es denn ein Nachteil, wenn die Seite dynamisch ist und sich der untere Teil (die Blogposts) ändern? Wenn Google die Seite scannt, werden ja auch die Excerpt der Blogposts gescannt. Beim nächsten Mal sind es ja vielleicht andere Excerpts, wenn ein neuer Artikel hinzukommt und einen anderen verdrängt. Ggf. hat aber ein Excerpt ein Keyword mehr beinhaltet, welches für eine bessere Position geführt hat. Oder denke ich da zu kompliziert?

          Kannst eigentlich mehr Canyon oder Cube empfehlen? 😀

  3. Hi Soeren,

    ne Fragen:

    Wie legt man den Term fest? Was genau wäre das im Backend der jeweiligen Produktseite?

    Und wie kann man mehrere Terms auswählen, damit diese ausgewählt werden?

    Grüße,
    Sven

  4. Sehr anschaulich dargestellt. Ich nutze das Prinzip Hub Pages zwar schon, aber noch nicht auf diese komplexe Weise, die dennoch logisch klingt. Da wird jetzt wohl an einigen Nischenseiten rumgeschraubt werden, um die Inhalte sinnvoll zu erweitern 🙂

  5. Generell habe ich ähnliche Gedanken – wobei ich für manches besondere Einzelprodukt durchaus die direkte Seite als wertvollere Landingpage sehe, wenn ggf. auch nur für bestimmte Zeit.

    Ein Problem, das ich bei Hub-Pages habe ist: Wohin mit den weiteren Links?

    Hintergrund: Textlastige Seite für (Viel-)Leser, Thema Bücher. Auch die HubPages (Genres, Motive, weniger Autoren, Serien) werden tendenziell wohl textlastiger als manche andere Seite. Nun frage ich mich, wo die Produkte am besten hinkommen sollten. Derzeit bin ich bei dieser Lösung – rechts. (Vgl.: http://www.grimoires.de/genre/32/Steampunk-Gaslight-Fantasy/ ) wobei ich da das Problem sehe, das Text- und Produktspaltenlänge nicht gleich sind. [Diese Seiten werden automatisch mit neune Produkten aktualisiert; Eigenbau-CMS] Da würden mich sehr interessieren, ob du das genauso machen würdest.

    MbG
    Nico

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