Linkaufbau in Nischen – von 0 auf 1 durch Basics

Linkaufbau Basics

In den letzten Tagen habe ich mir viele Nischenseiten und deren Linkaufbau bzw. die Linkprofile angesehen. Vor allem die typischen -Test-Seiten standen dabei im Fokus. Auf Facebook aber auch in persönlichen Gesprächen schimpfen viele Seitenbetreiber über diese Projekte und regen sich auf, dass diese i.d.R. ganz vorne in Google platziert sind.

Warum ist das eigentlich so? Ganz einfach. Die Seitenbetreiber nutzen die einfachsten Basics im Linkaufbau und pushen ihre Projekte innerhalb weniger Wochen in die Top10. Wer dann noch Geduld hat und weitermacht, kommt ebenso auch über die Top10 hinaus und festigt seine Position irgendwo ganz vorne. Oft Platz 1.

Okay, kommen wir mal zu den Fakten und damit zu der Wahrheit, die viele Leute in der SEO-Branche ganz und gar nicht lesen wollen. Lässt sich aber nicht ändern, denn viele Seitenbetreiber merken ja, dass die pseudo-modernen Wege des Linkaufbau nicht die Resultate bringen die vorher durch Basics locker erreicht werden konnten.

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Fleißarbeit in Blogs

Die meisten Nischenseiten haben ausschließlich Links aus Blog-Kommentaren. Die Links stammen i.d.R. durch den normalen Eintrag der Webseite in das Kommentarfeld. Zwischendurch aber auch durch den direkten Eintrag der URL mitten in den Kommentar statt ins Feld “Webseite”. Dadurch kommt eine Mischung der Linktexte zustande. Zum einen wird häufig der Vorname verlinkt (der bei einigen Leuten durchaus variable ist) und zum anderen die direkte URL, die dank Keyword-Domain dann auch passende Begriffe beinhaltet zu denen Rankings erreicht werden sollen.

Ja, Keyword-Domains sind im Linkaufbau in diesem Zusammenhang sehr hilfreich.

Die Menge der Links

Linkprofile von solchen pseudo Testseiten (fast schon ein Synonym für Nischenseiten) besitzen oft eine Stärke von 25 bis 120 Links unterschiedlicher Domains (Domainpopularität).

25 Links aufzubauen ist nicht viel. Das funktioniert locker an einem Tag – wenn nicht sogar innerhalb weniger Stunden. Nicht vergessen, wir sprechen von Kommentaren in Blogs. 120 Links sind schon etwas mehr Aufwand. Blickt man auf die Linkprofile ist das auch schnell erkennbar. Denn Seiten mit so vielen Links haben i.d.R. einfach stumpf Links aus allen möglichen Themenbereichen. Wobei das auch bei 25 Links oft bereits der Fall ist.

Themenrelevanz

Eine wirklich nennenswerte Rolle spielt die Themenrelevanz beim Linkaufbau nicht. Wenn es um Kommentare in Blogs geht und darum, Webseiten zu Keywordkombinationen wie “Produktname + Test” nach vorne zu bringen, kann das fast komplett vernachlässigt werden. Neue Seiten profitieren von jedem Link. Er sollte nur nicht aus zu abstrakten Quellen kommen.

Richtig spannend wird es jedoch dann, wenn man sich dennoch die Mühe macht und Links aus themenrelevanten Quellen aufbaut. Dies können ja trotzdem Blog-Kommentare sein. Ich meine, es gibt ja Blogs in nahezu jedem Bereich. Und selbst wenn der Blog direkt nicht in dem Thema verankert ist, so gibt es zumindest Berichte dazu.

Ausführlichkeit und Aktualität

Wer schon mal Links über Kommentare aufgebaut hat, weiß auch das viele Kommentare gar keine Freischaltung bekommen. Meistens passiert das dann, wenn man nur einen Einzeiler schreibt oder sich an Beiträgen bedient, die bereits Jahre alt sind.

Ich finde es fair, wenn man bei einem Kommentar auf das eigentliche Thema eingeht. Wirklich etwas dazu sagt und nicht nur stumpfsinnigen Mist schreibt. Bitte auch stets den Autor mit Vornamen ansprechen. Im Impressum spätestens findet man diesen ja heraus. Die persönliche Ansprache macht schon viel aus.

Zwischen Realität und Wunschkonzert

Es ist schwer in diesem Themenbereich einen Artikel zu schreiben der jeden zufriedenstellt. Seit 2001 habe ich Berührungspunkte mit Linkaufbau. Vom Gästebuch bis zum Interview im SPON habe ich alles gesehen.

Von tnx.net über Xrumer bis Teliad & Co. habe ich jede Spielwiese mitgenommen. Und alles hat irgendwie funktioniert. Die Methoden funktionieren auch heute noch. Aber die Abkürzung die viele Seitenbetreiber suchen ist oft zu viel des Guten. 1.000 Links für 5 Dollar? Kommt schon, zum spielen ist das okay, aber ernsthafte Rankings? Eher nicht.

Weniger Abkürzung und weniger Aufwand, darin besteht die Kunst. Wer jede Woche für ein paar neue Links sorgt – und sei es aus Blog-Kommentaren, wozu zu raten ist, da die Realität genau dies als positiv belegt – wird seine Webseite auch nach vorne bringen. Übertreibt man es, eben weil es noch günstiger geht und noch mehr Masse gibt, bleibt das Licht aus.

Das Wunschkonzert: Content-Marketing. Muss echt nicht sein. Nicht bei Nischenseiten. Der Aufwand ist meistens doch deutlich zu hoch und der Ertrag viel zu niedrig, zu spät oder gar nicht zu beziffern. Äußert man dies jedoch komplett öffentlich, kommt die Troll-Schlacht. Nach Außen soll für viele das Thema Linkaufbau so sauber und professionell wie möglich aussehen. Seien wir ehrlich, es wäre ja auch schön wenn das immer funktionieren würde. Aber dann steht man eben jeden Tag immer hinter den Nischenseiten, deren Betreiber etwas mehr Mut beweisen und Anspruch etwas zurückschrauben.

Jede Nischenseite kann mit den einfachsten Bascis im Linkaufbau gute Rankings erzielen. Jeder Seitenbetreiber kann sich das Leben aber auch weiterhin freiwillig schwer machen. Es ist leicht über die anderen Leute zu meckern. Aber ist es nicht auch genau so einfach, eben mal genau diesen Weg auch auszuprobieren?

Und nun ihr… 🙂

Ach ja, ich habe für www.liegeradladen.com heute sieben neue Kommentare auf verschiedenen Blogs hinterlassen. Morgen werde ich weitere Kommentare schreiben. Ich halte euch über den Fortschritt dieser Nischenseite auf dem Laufenden.

ps: bitte denkt daran, es geht hier nur um die Links, nicht um die Inhalte von Webseiten. Da sollte man sich vielleicht nicht jeder vorne rankenden Test-Seite anpassen. 😉

16 Kommentare zu Linkaufbau in Nischen – von 0 auf 1 durch Basics

  1. so sind auch meine Beobachtungen, Kommentarlinks funktionieren nach wie vor und sorgen bei kleineren Nischen oder einfach Keys oft schnell für einen Schub. …ich hatte schon für Verwunderung gesorgt, als potentielle Käufer das Backlinkprofil meiner Seiten prüften ^^

  2. Hallo Sören, Finde ich sehr gut das Du darauf eingehst wie hoch die Effektivität der Kommentare in Blogs ist in Bezug auf das Aufwärts-Ranking von Nischenseiten. Das klingt für mich fast so, dass der meist angepriesene Backlink-Aufbau-Mix aus vielen verschiedenen Quellen keine so hohe Bedeutung hat.

    Ich hatte manchmal schon das Gefühl, dass Kommentare in Blogs es gar nicht bringen.
    Danke für den Beitrag insofern, dass es sich doch lohnt zu kommentieren.

    Was ich mich aber noch gefragt habe ist, wie sieht das denn bei „normalen“ Webseiten aus, die wie bei mir z.B. ein Coaching-Business beschreiben? Lohnt sich das Kommentieren in Blogs dafür auch?

    Grüße, Christoph

    • Bin zwar nicht Sören, aber vor allem in diesem Bereich lohnt es sich zu kommentieren. Bei Kollegen oder eben in Blogs mit dieser Thematik. Es sollten interessante Kommentare sein, damit die Leute auch deine Seite anklicken. Dadurch entstehen sogar gute Kundenkontakte und ggf. Besucher die immer wieder die Seite besuchen.

      Grüße.

  3. Ich staune etwas. Habe schon vor zehn Jahren den Eindruck gehabt, dass Kommentarlinks nicht funktionieren. War ich immer nur zu defensiv? Mich interessiert vor allem die Frage, ob die Strategie auch bei Bing wirkt?

    • Bing setzt vor allem auf Keywords in der URL. Da stichst du viele Wettbewerber einfach mit der passenden Domain aus. Links an sich wirken aber dort natürlich auch. Wie da die Differenz zu Google ist kann ich dir aber nicht sagen.

    • Ich denke nicht. Wenn der Hebel größer vorkommt, liegt es vermutlich nur am etwas schwächeren Wettbewerb und insgesamt kleineren Index. Zumindest sofern es so ist.

    • Ein Link ist ein Link. 🙂 Selbst wenn es nicht unmittelbar fürs Ranking wirkt, wenn ein Link nofollow ist, so ist er dennoch ein Signal. Und er ermöglicht es anderen Leuten deine Webseite zu finden und zu besuchen.

  4. Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst sehr ausführliche Kommentare mit teils über 200 oder gar 300 Worte nicht freigeschaltet werden, obwohl man sich tatsächlich mit dem Thema auseinander gesetzt hat und damit viel Mehrwert für den jeweiligen Blog bringt. Hier herrscht allerdings anscheinend die devise, dass ihnen der Link eher schaden wird, weshalb er nicht freigegeben wird. Da macht das ganze dann auch ehrlich gesagt keinen Spaß, da man viel Content zu einem Beitrag beisteuert, dieser dann entweder gar nicht oder ohne Link veröffentlicht wird.

    • Ja, die Seite wird noch gepflegt. Allerdings gab es einen „Inhaberwechsel“ – nicht alles was Soeren früher gemacht, ist noch aktiv. Bei Gelegenheit werde ich die Beiträge entsprechend überarbeiten.

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